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Gesunde Gemeinde Bischofshofen - Risiko Mobilfunk

Sinnvolle Nutzung moderner Übertragungstechnologie

"Wenn man über Mobilfunk spricht, muss man auch über Eletrosmog sprechen", so der Umweltmediziner des Landes Dr. Gerd Oberfeld. Die Strahlung von Mobilfunksendern und DECT-Basisstationen (Schnurlostelefone) durchdringen die Wände ungehindert. Sie geben ständig hochfrequente Mikrowellenstrahlung ab, auch wenn niemand telefoniert.

Besonders elektrosensible Menschen leiden unter dieser Belastung. Laut einer Studie sind rund zwanzig Prozent der Salzburgerinnen und Salzburger dieser Gruppe zuzurechnen. Die möglichen Gesundheitsfolgen können fatal sein: Müdigkeit, Schlafstörungen, Depression, Herzrhythmusstörungen, Leukämie, Hirntumore und andere Krebserkrankungen sind nur ein Auszug aus der Liste der möglichen Folgen. Trotz der vermuteten gesundheitlichen Risken wurden europaweit erst drei Studien erarbeitet. Alle haben erbracht, dass Mobilfunk nicht nur bei Elektrosensible negative Auswirkungen haben kann.

Auch wenn die gesetzlichen Bestimmungen vom Bund erlassen werden und sehr mangelhaft sind, können sich Betroffenen u.a. durch bauliche Maßnahmen, besondere Anstriche oder die Verlegung des Schlafplatzes vor unerwünschter Strahlung schützen. Handys sollten nur für dringende Gespräche und dann nicht in Fahrzeugen benutzt. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre sollten mit Handys nicht telefonieren. Schnurlostelefone nach DECT-Standard sollten überhaupt nicht zum Einsatz kommen.

 

Messungen ergaben vielfach erhöhte Werte

Bei Elektro-Magnetfeld-Messungen (EMF) im März 2004 in Bischofshofen wurden die vier GSM-Anbieter Mobilkom, T-Mobile, Tele.Ring und Connect genauer unter die Lupe genommen. Gemessen wurde an 25 Punkte. In allen Ortsteilen konnten teilweise leicht überhöhte Werte festgestellt werden.

An einem Messpunkt in der Neuen Heimat wurde der Salzburger Vorsorgewert von 1 µW/m² (Microwatt/Quadratmeter) sogar um das über 1500fache überschritten. Die Messergebnisse waren Anlass mit den Mobilfunkbetreibern Kontakt aufzunehmen und eine Mobilfunk-Petition (siehe unten) zu verabschieden, die mittlerweile auch von anderen Gemeinden übernommen wurde.

 

Messergebnisse für Bischofshofen
Petition an Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller

Mobilfunk-Petition

Informationen des Landes Salzburg

Auftragsstudie Land Salzburg

Warnung Umweltagentur

Handy-Empfehlungen