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Viel zu laut und doch zu leise?

von Vizebgm. Rudolf Barkmann

(Vorsitzender des Jugendausschusses)

 

Gemeindepolitik, die den Interessen junger Menschen Platz einräumen will, sollte weder darauf beschränkt bleiben, primär JugendpolitikerInnen oder -funktionärInnen Bühne zu sein, noch dahingehend ausgerichtet sein, für Jugendliche aus- bzw. eingrenzende "Reservate" zu schaffen.

So wie junge Menschen Teil der Kommune sind, muss die Stadtgemeinde ebenso zu einem Teil den Jugendlichen gehören: In diesem Sinne wird in wenigen Tagen ein Jugendrat gewählt. Unser erklärtes Ziel dabei ist, die Bischofshofener Jugendlichen stärker in die Gemeindepolitik bzw. Stadtgestaltung einzubinden. Demokratieverständnis und die Bereitschaft zum Engagement müssen wachsen können. Dazu sind Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten, wie beispielsweise der Jugendrat eine sein kann, eine notwendige Voraussetzung und die wollen wir bieten.

Uns - den PolitikerInnen - muss dabei klar sein, dass wir die Verantwortung dafür tragen, dass die Interessen der Jugend nicht Mittel zum Zweck werden. Jugendliche und die von solchen Prozessen betroffenen Erwachsenen akzeptieren das Voranstellen von parteipolitischen Interessen keinesfalls. Das ist auch richtig und gut so. Es geht um die Interessen der Jugend und nicht um die Durchsetzung der Wünsche der an diesem Prozess beteiligten PolitikerInnen.

Nicht nur Mitreden ist das Ziel, sondern vor allem das Mitmachen und Mitbestimmen der Jugendlichen bei der Planung und Umsetzung von Projekten. Dabei muss der Politik klar sein, dass Jugendbeteiligung ohne Verbindlichkeit zum Scheitern verurteilt ist. Jugendbeteiligung muss bei kommunalpolitischen Entscheidungen ihren konkreten Niederschlag finden. Partizipation muss das Wollen in die Tat umsetzen, und Partizipation soll die Mitverantwortung von Menschen ausdrücken.