Gemeindepolitik,
die den Interessen junger Menschen Platz einräumen will, sollte weder darauf
beschränkt bleiben, primär JugendpolitikerInnen oder -funktionärInnen
Bühne zu sein, noch dahingehend ausgerichtet sein, für Jugendliche aus-
bzw. eingrenzende "Reservate" zu schaffen. So
wie junge Menschen Teil der Kommune sind, muss die Stadtgemeinde ebenso zu einem
Teil den Jugendlichen gehören: In diesem Sinne wird in wenigen Tagen ein
Jugendrat gewählt. Unser erklärtes Ziel dabei ist, die Bischofshofener
Jugendlichen stärker in die Gemeindepolitik bzw. Stadtgestaltung einzubinden.
Demokratieverständnis und die Bereitschaft zum Engagement müssen wachsen
können. Dazu sind Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten, wie beispielsweise
der Jugendrat eine sein kann, eine notwendige Voraussetzung und die wollen wir
bieten. Uns - den PolitikerInnen
- muss dabei klar sein, dass wir die Verantwortung dafür tragen, dass die
Interessen der Jugend nicht Mittel zum Zweck werden. Jugendliche und die von solchen
Prozessen betroffenen Erwachsenen akzeptieren das Voranstellen von parteipolitischen
Interessen keinesfalls. Das ist auch richtig und gut so. Es geht um die Interessen
der Jugend und nicht um die Durchsetzung der Wünsche der an diesem Prozess
beteiligten PolitikerInnen. Nicht
nur Mitreden ist das Ziel, sondern vor allem das Mitmachen und Mitbestimmen der
Jugendlichen bei der Planung und Umsetzung von Projekten. Dabei muss der Politik
klar sein, dass Jugendbeteiligung ohne Verbindlichkeit zum Scheitern verurteilt
ist. Jugendbeteiligung muss bei kommunalpolitischen Entscheidungen ihren konkreten
Niederschlag finden. Partizipation muss das Wollen in die Tat umsetzen, und Partizipation
soll die Mitverantwortung von Menschen ausdrücken. |