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Verein "Arbeiterheim"

Am 16. August 1926 fand im Kinderheim in Bischofshofen unter Vorsitz von Andrä Mischitz die konstituierende Vereinssitzung statt. Als Vereinszweck wurde in den Statuten die Pachtung oder die Erbauung bzw. Adaptierung eines bereits bestehenden Hauses oder Grundbesitzes von Bischofshofen sowie dessen Benützung, Erhaltung und Verwaltung festgeschrieben. Dieses Haus sollte die zentrale Versammlungsstätte der Bischofshofener sozialdemokratischen Arbeiterschaft ohne Unterschied der Nationalität und Konfession bilden.Der Verein war in den nächsten Jahren überaus erfolgreich und besaß bereits im Jahre 1932 zwei Gasthäuser, eine Landwirtschaft mit Nebengebäuden und das Kinderfreunde- bzw. Jugendheim mit anschließendem Turn- und Sportplatz.

Im März 1934 wurde ein düsteres Kapitel in der Vereinsgeschichte aufgeschlagen: Der sozialdemokratische"Verein Arbeiterheim" wurde aus politischen Gründen aufgelöst und enteignet. Nach den Wirren des Krieges wurden im Juli 1949 die Realitäten am Laideregg wieder zurückerstattet. Die beantragete Neugründung des "Vereins Arbeiterheim" wurde mittels Bescheid vom 31.Dezember 1949 von der Sicherheitsdirektion für das Bundesland Salzburg genehmigt. Erst im Oktober 1951 ging das sogenannten "Arbeiterheim" in der Hauptschulstraße wieder in den Besitz des Vereins über.Nachdem die nötigen Geldmittel aus dem Wiederaufbau-Errichtungsfonds genehmigt wurden, beschloss der Vereinsvorstand im Juni 1956 das von Bombenschäden gezeichnete Haus abzutragen und das Arbeiterheim neu zu errichten. Mindestens zwanzig freiwillige Helfer/innen arbeiteten täglich am Abbruch des Hauses. Als Lohn für diese Arbeiten erhielten sie anlässlich einer Feier im September 1956 je ein Schnitzel und ein Bier. Der Neubau ging zügig vor sich, so dass bereits im November 1957 die ersten Mieter einziehen konnten.

In der Vereinsgeschichte weitere markante Entscheidungen wurden unter der Obmannschaft von Rudolf Barkmann getroffen. Trotz massiver Bedenken aus dem Umfeld des Vereines, beschloss der Vorstand 1990 einstimmig den Verkauf eines Großteils seines Grundes am Laideregg und ermöglichte somit auch den Bau des Sprungstadions, so wie es sich heute präsentiert. Mit dem Erlös des Grundstückverkaufes sollte das "Arbeiterheim" in der Hauptschulstraße saniert werden. Im Mai 1996 kam es durch Brandstiftung zu einem dramatischen Hausbrand. Nur durch die rasche Reaktion einiger Hausbewohner und das rasche Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehr Bischofshofen konnte eine Katastrophe verhindert werden. Angesichts des enormen Schadens und des ohnehin allgemein schlechten Zustandes des Hauses wurde beschlossen, das "Arbeiterheim" einer Generalsanierung zu unterziehen. In der fast zwei Jahre dauernden Bauzeit investierte der Verein rund zwölf Millionen Schilling (€ 872.073,-) und modernisierte das Haus von Grund auf.

Verein "Arbeiterheim" auf einen Blick

Gründung: 1926 unter Vorsitz von Andrä Mischitz
Vereinszweck: Pachtung oder die Erbauung bzw. Adaptierung eines bereits bestehenden Hauses oder Grundbesitzes von Bischofshofen sowie dessen Benützung, Erhaltung und Verwaltung
Obmann heute: Vize-Bgm. Rudolf Barkmann
"Arbeiterheim" heute: Das Hause "Arbeiterheim" beherbergt heute zehn Wohnungen, zwei Gastbetriebe, die SPÖ-Bezirksgeschäftsstelle, die SPÖ-Ortsorganisation, die Kinderfreunde Bischofshofen, der Verein "Arbeiterheim" und ein modern eingerichteter Seminarraum.